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Schreiberisches Ungeschick?
DER STANDARD ist sehr stolz darauf, dass ihn bereits so viele Menschen unterstützen (zumindest war er das 2024 ...).
unter abo.derstandard.at/unterstützung
Expertin: "Ältere Menschen machen sich große Sorgen um die jüngere Generation"
unter derstandard.at/story
504.000 Menschen lesen täglich den STANDARD
unter derstandard.at/story
Drei wahllos herausgegriffene Beispiele aus den letzten Monaten. Was ist ihnen gemeinsam? Ich könnte problemlos hunderte weitere zitieren mit dieser kleinen stilistischen Anomalie. Aber ist es wirklich nur schreiberisches Ungeschick, oder steckt mehr dahinter? Sie verstehen nicht, was ich meine?
Es geht um die 'Menschen', die wir doch alle sind. Warum erachten es Redakteure seit einiger Zeit für angebracht, immer öfter auf diesen an sich unausweichlichen Umstand explizit hinzuweisen? Um Missverständnis zu vermeiden? Was wäre unklar an der Aussage "DER STANDARD ist sehr stolz darauf, dass ihn bereits so viele unterstützen"?
Würde der Feststellung "Ältere machen sich große Sorgen um die jüngere Generation" etwas zum Verständnis Unentbehrliches fehlen? Ein Qualitätsmedium sollte sich einer halbwegs geschliffenen Sprache bedienen. Der inflationäre Gebrauch von 'Menschen' dort, wo es kein Mensch (!) für notwendig hält, gehört nicht dazu.
MB 7/24

Comparative language study